Finanzierung der RI OkuStim®-Therapie in Deutschland

Finanzierung der RI OkuStim®-Therapie in Deutschland

In Deutschland erhalten Sie Ihr RI OkuStim®-System bei einem zertifizierten LowVision Optiker. Dieser übernimmt die Lieferung, den technischen Service und die Betreuung.

Bislang können Krankenkassen auf Antrag des Patienten im Rahmen einer so genannten Einzelfallprüfung entscheiden, ob sie die Kosten der Verordnung übernehmen und der Patient die gewünschte Leistung erhält. Als Hersteller setzen wir uns auch aktiv dafür ein, dass die Kassenerstattung künftig regelmäßig erfolgen kann. Dies sind allerdings sehr langwierige und aufwändige Genehmigungsprozesse.

Voraussetzungen für einen Kostenübernahmeantrag

  1. Die Behandlung muss durch einen Vertragsarzt mit kassenärztlicher Zulassung erfolgen (RI OkuStim®-Kompetenzzentren sind in der Regel Vertragsärzte).
  2. Der Antrag muss vor Behandlungsbeginn und Kauf des RI OkuStim®-Systems gestellt werden. Eine voreilige Selbstanschaffung des Hilfsmittels oder eines Therapiestarts sind förderschädlich.

Notwendige Unterlagen

Was ist nötig?

Wie genau?

Verantwortlich

1. Formloses Anschreiben „Kostenübernahmeantrag“ an Krankenkasse

Erstellen oder im RI Kompetenzzentrum um Ausdruck einer Vorlage bitten

Patient

2. Formlose Schweigepflichtentbindung Ihres behandelnden Arztes

Erstellen oder im RI Kompetenzzentrum um Ausdruck einer Vorlage bitten

Patient

3. Verordnung (Rezept)

 

Ausstellung im RI Kompetenzzentrum

Arzt/RI Kompetenzzentrum

4. Individuelles Arztschreiben (mit Diagnose, ausführliche Schilderung Krankheitsverlauf, zu erwartende Entwicklung )

Erstellung im RI Kompetenzzentrum

 

Arzt/RI Kompetenzzentrum

5. Kostenvoranschlag der medizinischen Behandlungskosten

Erstellung im RI Kompetenzzentrum

Arzt/RI Kompetenzzentrum

6. Kostenvoranschlag der Sachkosten

Erstellung durch zertifizierten Low Vision Optiker

RI zertifizierter Optiker

Sprechen Sie mit Ihrer Krankenkasse

Stellen Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt den Antrag auf Kostenübernahme mit den erforderlichen Dokumenten. Vervollständigen Sie diesen Antrag mit dem Kostenvoranschlag über Behandlungs- und Sachkosten. Ein persönliches Gespräch im Vorfeld der Antragstellung mit dem zuständigen Sachbearbeiter oder dem Gebietsleiter der Krankenkasse ist  empfehlenswert.

Sollten Sie….

1.    drei Wochen nach Eingang Ihres Antrages bei der Krankenkasse keine Rückmeldung zum Antrag erhalten haben
2.    oder, wenn Sie darüber informiert wurden, dass der medizinische Dienst zur Begutachtung Ihres Falles eingeschaltet wurde, bei Ihnen nach fünf Wochen jedoch noch keine Entscheidung vorliegt,

… dann fragen Sie bitte bei Ihrer Krankenkasse nach, ob Sie davon ausgehen dürfen, dass der Antrag genehmigt gilt. Wird diese Frage verneint, ist es empfehlenswert, sich ob der weiteren Vorgehensweise sozialrechtlich beraten zu lassen.

Diese Informationen wurden uns freundlicherweise von der rbm gemeinnützigen GmbH Rechte behinderter Menschen zur Verfügung gestellt.
Für weitere Infos zur rbm gGmbH folgen Sie diesem Link: www.rbm-rechtsberatung.de.

Wertvolle Tipps für Sie

1. Verlangen Sie bei Ablehnung immer eine schriftliche Begründung der Krankenkasse. Dann können Sie in Kooperation mit dem behandelnden Arzt und der juristischen Unterstützung im Widerspruchsverfahren gezielter argumentieren.
2. Suchen Sie frühzeitig das Gespräch mit Ihrer Krankenkasse.

Krankenkassen haben gegenüber den Ratsuchenden auch eine Beratungspflicht.

3. Nehmen Sie frühzeitig Rechtsberatung und ggf. eine Rechtsvertretung in Anspruch.
4. Der Wer zur Kostenübernahme durch Einzelfallprüfung der Krankenkassen kann langwierig sein - trotzdem wollen wir Sie ermuntern, diesen Schritt zu gehen!

Bitte zögern Sie nicht, uns bei Fragen auch direkt zu kontaktieren.