Erster Patienteninformationstag „Erbliche Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa“ am UKE

Anerkannte Therapien statt unabwendbares Schicksal

In der Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) wird am 24. November der erste Informationstag zum Schwerpunktthema „Erbliche Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa“ für Menschen mit Seheinschränkung stattfinden. Die Klinik für Augenheilkunde am UKE ist seit einem Jahr Kompetenzzentrum für Menschen, die an Retinitis Pigmentosa (RP) erkrankt sind.

Menschen, die die Diagnose Retinitis pigmentosa erhalten, konnten sich bis vor wenigen Jahren wenig Hoffnungen machen, da diese degenerative Netzhauterkrankung in den meisten Fällen unaufhaltsam zur Erblindung führt. Aus Sicht des RP-Spezialisten Prof. Dr. Martin Spitzer, Direktor der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, ist dieses Schicksal jedoch inzwischen nicht mehr unabwendbar: „Im Mittelpunkt unseres Patienteninformationstages stehen nicht Diagnose und Verlauf der Krankheit, sondern die Therapiemöglichkeiten, die Betroffene endlich haben.“ Experten aus Medizin und Forschung werden Betroffenen und ihren Angehörigen ausführlich und auch für Laien verständlich die Funktion, Anwendbarkeit und den Nutzen von elektronischen Netzhautimplantaten, Transkornealer Elektrostimulation (TES) und Gentherapie erläutern. Diese aktuellen Ansätze werden auch aus Sicht des Patientenverbandes PRO RETINA analysiert und bewertet.

Prof. Dr. Karl Ulrich Bartz-Schmidt beschreibt in seinem Vortrag beispielsweise Operationsergebnisse mit Netzhautimplantaten. Der Ärztliche Direktor der Tübinger Universitäts-Augenklinik hat bereits häufig den Sehchip des Medizintechnikunternehmens Retina Implant AG unter die Netzhaut (subretinal) von Patienten eingesetzt. Die Mehrzahl dieser zuvor blinden RP-Patienten kann mit Hilfe des Sehchips unter anderem wieder Lichtquellen wahrnehmen und sich dadurch beispielsweise besser im Raum orientieren. Für viele Netzhautspezialisten gilt das in Deutschland erstattungsfähige Implantat, in Bezug auf Funktion und Sicherheit, längst als anerkannt. In Europa ist das RETINA IMPLANT Alpha AMS bereits seit 2016 CE-zertifiziert.

Dr. Niels Henrik Asselborn, Mediziner in der Klinik für Augenheilkunde am UKE, präsentiert in Hamburg die Transkorneale Elektrostimulation als Therapieansatz bei RP. RP-Patienten mit ausreichendem Restsehvermögen bietet der von der Retina Implant AG entwickelten Therapieansatz der TES die Chance, den Verlauf der RP-Erkrankung zu verlangsamen.

Hier finden Sie das ausführliche Programm zum "Patienteninformationstag "Erbliche Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa".

Anmeldung Retinitis pigmentosa Patiententag am 24. November 2018:
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Kliniksekretariat
Frau Heike Rindfleisch
Telefon: (040) 74105-4271, Telefax: (040) 74105-6833, E-Mail: h.rindfleisch@uke.de