Die Erstuntersuchung

Die Erstuntersuchung

Bei der Erstuntersuchung wird das Krankheitsbild geprüft und die Eignung für das Retina Implantat RETINA IMPLANT Alpha AMS festgestellt.

Eignung und Voraussetzungen

Voraussetzung für den Einsatz des RETINA IMPLANT Alpha AMS ist das Vorliegen einer Netzhauterkrankung, bei der lediglich die Photorezeptoren degeneriert sind, der Rest des Sehsystems jedoch funktionsfähig ist. Dieses Krankheitsbild ist bei Retinitis pigmentosa (RP) gegeben. Um das RETINA IMPLANT Alpha AMS bei einem an RP erkrankten Patienten einsetzen zu können, ist es wichtig, dass keine zusätzlichen Augenerkrankungen vorliegen, die die Optik oder innere Netzhaut betreffen. Darüber hinaus muss sich in frühen Lebensjahren eine ausreichende Sehfähigkeit entwickelt haben. Maximal dürfen die Patienten noch Lichtscheinwahrnehmung oder keine Lichtwahrnehmung haben. Darüber hinaus müssen die inneren Netzhautstrukturen noch funktionsfähig sein.

Um das Risiko der langen Operation zu minimieren, ist die körperliche Gesundheit des Patienten Voraussetzung. Die Dauer des stationären Aufenthalts nach der Operation hängt jeweils vom dem individuellen Genesungsprozess ab. Grundsätzlich sollten die Patienten ein Alter zwischen 18 und 78 Jahren und einen guten gesundheitlichen Allgemeinzustand haben.

Medizinische Untersuchungen zu RP

Zur Überprüfung, ob das Krankheitsbild Retinitis pigmentosa (RP) vorliegt, gibt es eine Reihe medizinischer Untersuchungen. Beispielsweise werden mit einer sogenannten Spaltlampe Veränderungen an der Hornhaut und der Linse erkannt. Mit dem Elektroretinogramm (ERG) wird untersucht, inwiefern das Auge noch in der Lage ist, Lichtreize in Nervenreize umzuwandeln. Weitere Verfahren sind:

Fluoreszenzangiographie

Die Fluoreszenzangiographie ist ein bildgebendes Verfahren zur Diagnostik von Erkrankungen des Augenhintergrundes. Es liefert eine Darstellung des Gefäßsystems der Netzhaut. Dafür muss die Pupille medikamentös erweitert und ein Farbstoff als Kontrastmittel injiziert werden. Das Auge wird unter bestimmten Lichtverhältnissen (kurzwelliges, blaues Licht) fotografiert. Daran kann ein Augenarzt erkennen, ob die Gefäße gesund oder erkrankt sind und beispielsweise Verengungen vorliegen.

Fundusaufnahmen

Dabei werden Veränderungen der Netzhaut fotografisch dokumentiert und beurteilt. Durch den Vergleich von Aufnahmen zu unterschiedlichen Zeitpunkten kann ein Augenarzt den Krankheitsverlauf beurteilen und beobachten.

Optische Kohärenztomografie (OCT)

Mit dieser Untersuchung können Netzhautdicke, Flüssigkeitseinlagerungen, Maculaforamen (Lochbildung an der schärfsten Stelle des Sehens) und Ablagerungen (Dickenzunahme) in der Netzhaut bestimmt und erkannt werden.